Sonntag, 21. Juni 2009

liebesbotschaften in der nacht

... glühwürmchenzeit. :-)

letzten donnerstag gab es nicht nur köstliches vom grill im garten von gerfrieds mum (marketing-grillerei) ... sondern auch eine "mah!!!, als kind hab ich immer ....-kindheitserinnerung!" ;-) als uns zu späterer stunde nicht nur mit kotelett gezähmte igel besuchen, sondern der garten von glühwürmchen beleuchtet wurde.

als kind hatte ich ja imma die geniale idee die glühwürmchen in unsrem garten zu sammeln, sie in ein rexglasl zu packen und dann eine tolle tisch-beleuchtung zu haben. nur da machten die glühwürmchen nie mit. spätestens als ich nach 2 stunden 20 zusammen hatte, hatte von denen keiner mehr lust auf leuchten. und so musste ich sie wieder in die freiheit entlassen, die sie sogleich mit kräftigem leuchten begrüßten. tja. :-))

beim nachlesen über diese käfer, deren nächtliches schauspeil mich zum einen noch bis heute fasziniert zum anderen als kind stundenlag zu beschäftigen vermochten, bin ich auf folgendes gestoßen:

das das licht des johanniskäfers, wie er auch noch genannt wird, am hinterleib entsteht ist weitläufig bekannt. auch das dazu in den leuchtorganen eine biochemische reaktion stattfindet, bei der licht abgestrahlt wird. nur das diese - nur wenige sekunden dauernde - reaktion biolumineszenz heißt und durchs nervensystem gesteuert wird ist glaub ich den wenigsten bekannt.

hier die wissenschaftliche erklärung:

Bioluminiszenz
Die Erzeugung von kaltem Licht durch Lebewesen wird Biolumineszenz genannt. Bei Leuchtkäfern reagiert die chemische Verbindung Luciferin und Sauerstoff (Oxidation), wobei das Enzym Luciferase als Katalysator wirkt. Die biochemische Reaktion findet in Leuchtzellen an der Bauchseite des Hinterleibes statt. Die frei werdende Energie wird fast ausschliesslich in Licht umgesetzt, wobei die Lichtmenge etwa einem Tausendstel des Lichts einer Kerze entspricht. Bei vielen Leuchtkäferarten kann das An- und Abschalten vom Nervensystem gesteuert innerhalb von Sekundenbruchteilen erfolgen. Die Blinkzeichen und Pausen zwischen den Signalen sind arttypisch – so finden sich die richtigen Partner auch dann, wenn in einem Gebiet mehrere Leuchtkäferarten leben. Die Weibchen der Gattung Photuris können mehrere Lichtsprachen nachahmen und fressen die angelockten artfremden Männchen.

techniker beneiden die glühwürmchen. die leuchtkäfer setzen energie äußerst effizient in licht um. bei der chemischen reaktion in ihrem hinterleib entsteht zu 90 prozent licht. zum vergleich: glühbirnen verwandeln elektrischen strom nur zu fünf prozent in licht. der rest wird zu wärme.

vor allem in warmen nächten rund um den johannistag (24. juni) sind glühwürmchen unterwegs. (deshalb nennt man sie auch johanniskäfer.) gegen 22 uhr, wenn es dunkel genug ist, beginnen sie zu leuchten. dabei spielt das wetter für die glühwürmchen keine entscheidende rolle. sie leuchten auch bei regen.

glühwürmchen sind leider sehr selten geworden. wer glühwürmchen in seinen garten locken will, sollte auf allzu gepflegte beete und auf zusätzliche lichtquellen verzichten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen